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Mikl-leitnerZukunft Asylwesen

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
Aufgrund der dramatischen Situation in Syrien und anderen Krisenherden in der Welt ist Österreich – wie andere EU-Mitgliedstaaten – mit einem Anstieg der Zahl der Asylanträge konfrontiert. Der Migrationsdruck auf Europa geht dabei auch an Österreich nicht vorbei. Die Betreuungsstellen des Bundes sind mittlerweile extrem belastet und abhängig von der Aufnahmebereitschaft und -möglichkeit in den Bundesländern. Mir ist bewusst, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der derzeitigen Situation eine enorme Leistung unter schwierigen Bedingungen erbringen. Dafür möchte ich allen Bediensteten herzlich danken.

Um die derzeitige Situation zu verbessern, ist ein aktives Herangehen erforderlich.
Ich habe daher den Projektauftrag erteilt, ein neues Modell zu erarbeiten, um das derzeitige System der Erstaufnahme und Betreuung von Asylwerberinnen und Asylwerbern an die geänderten Rahmenbedingungen und die neue Behördenlandschaft in Österreich anzupassen.



Konkret soll durch ein neues Modell eine Lösung für die Unterbringung von Flüchtlingen mit einem gleichzeitigen Mehrwert für das Verfahren sowie eine solidarische und gleichmäßige Verteilung der Asylwerberinnen und Asylwerber in Österreich sichergestellt werden. Die Betreuungsstellen Traiskirchen und Thalham sollen dadurch spürbar und nachhaltig entlastet werden. Das Modell der fairen Verteilung bei Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen soll eine flexible Steuerung in Bezug auf Verfahren und Unterbringung bereits bei der Ankunft sicherstellen. Durch dieses neue Aufnahmeverfahren sollen die erste Prüfung des Antrags und die Erstversorgung bereits in den Bundesländern erfolgen und damit auch ein unnötiger Transportaufwand und Belastungen der Betreuungsstellen vermieden werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich daher verstärkt auf den Kern des Zulassungsverfahrens konzentrieren.

Um diese Ziele zu erreichen, werden in den kommenden Wochen Detailkonzepte ausgearbeitet, in denen Best-Practice-Modelle in der EU und Erfahrungen von Praktikerinnen und Praktiker berücksichtigt werden.
Auf Basis der guten und bewährten Zusammenarbeit zwischen Exekutive und Verwaltung im Bereich der Erstaufnahme von Asylwerberinnen und Asylwerbern bin ich überzeugt, dass wir auch in Zukunft gemeinsam für ein qualitativ hochwertiges Asyl- und Fremdenwesen in Österreich sorgen werden.

Ihre Johanna Mikl-Leitner
Bundesministerin für Inneres